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EE50: Datenblaetter und technische Daten

Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre EE50.

2 PDF-Datenblaetter verfuegbar

Die Philips/Mullard EE50 ist eine Sekundäremissionsröhre für Breitband-HF- und ZF-Verstärker, besonders Fernsehempfänger. Die erhaltenen Philips-Blätter sind vom 17. Oktober 1939. Ihre Besonderheit ist Sekundärkathode k2: Elektronen der geheizten Kathode k1 werden vom Gitter gesteuert, vom Schirm beschleunigt und auf k2 gelenkt. Der Aufprall setzt Sekundärelektronen frei, die die Anode sammelt; der Strom wird innerhalb einer Röhre vervielfacht. Innere Schirme lenken den Elektronenweg und verhindern direkten Durchgang zwischen Kathoden. Bloßes Zählen von Gittern und Anode erklärt diese Funktion nicht.

Indirekte Heizung 6,3 V, 0,3 A Wechsel- oder Gleichstrom, Parallelspeisung. Typischer HF/ZF-Punkt: Anode und Schirm g2 250 V, Sekundärkathode k2 150 V, Steuergitter g1 −3 V gegenüber der Hauptkathode. Anodenstrom 10 mA, Schirmstrom 0,6 mA, angegebener k2-Strom −8 mA; das Minus gehört zur Sekundäremissionsangabe und ist kein zu entfernender Fehler. Anodensteilheit 14 mA/V, Innenwiderstand etwa 0,25 MΩ. Philips nennt äquivalenten Rauschwiderstand 3000 Ω am Arbeitspunkt.

Kapazitäten ändern sich im Betrieb. Philips nennt kalt Eingang und Ausgang je 7,7 pF, Anode-Gitter unter 0,003 pF, Gitter-Heizung unter 0,01 pF. Warm bei 10 mA Anodenstrom steigt der Eingang auf 9,1 pF, Ausgang bleibt 7,7 pF. Das vorläufige Mullard-Blatt nennt dagegen Anode-Gitter unter 0,005 pF; Grenzen bleiben ihren Blättern zugeordnet. Philips nennt Gitterdämpfungswiderstand 3500 Ω bei Wellenlänge 5 m und 8000 Ω bei 7,5 m, umgekehrt proportional zum Frequenzquadrat.

Ungewöhnlich ist die Vorspannung. Philips schreibt ausschließlich automatische Vorspannung vor, mit größerem Kathodenwiderstand als allein für die Gittervorspannung nötig; eine positive Quelle im Eingang stellt danach die richtige negative Spannung gegenüber k1 wieder her. Dies gleicht große Anodenstromabweichungen durch die hohe Steilheit aus. Das Gitter wird dadurch nicht gegenüber der Kathode positiv. Die Philips-Schaltung von 1939 und die vorläufige Mullard-Schaltung speisen k2 mit verschiedenen Netzwerken: getrennte Beispiele, deren Widerstände nicht beliebig kombiniert werden dürfen.

Betriebsgrenzen: Anode 250 V und Verlustleistung 2,5 W, Schirm 250 V und 0,2 W, Sekundärkathode 150 V und 1,5 W, Hauptkathodenstrom bis 5 mA. Gesonderte stromlose Grenzen für Anode, Schirm und k2 erreichen 550 V, keine normalen Betriebsspannungen. Maximaler Gitter-Kathoden-Widerstand 0,7 MΩ, Heizung-Kathode 20 kΩ; Heizung-Kathoden-Spannung 50 V Gleichspannung oder Wechselspannungseffektivwert. g1-Schwelle −1,3 V gilt bei Gitterstrom +0,3 µA, nicht am typischen Punkt mit 10 mA Anodenstrom.

Neunpoliger B9G-Sockel mit mittiger Führung: 1 und 9 Heizung, 2 k2, 3 Anode, 4 Schirm g2, 5 und 8 Abschirmung, 6 Hauptkathode k1, 7 Steuergitter g1. Mullard und Philips geben maximal 34 mm Körperdurchmesser und 62 mm Höhe über den Stiften; Philips unterscheidet unteren Flansch maximal 37 mm und 15 mm Vorsprung unter der Sockelebene, keine Körperhöhe. Fotos zeigen auch nach außen gebogene Stifte; diese sichtbare Variante erhält nicht automatisch alle Maße der Standardzeichnung. Dokumentation: Mullard, EE50 Single Ended Television Secondary Emission Valve, vorläufige Daten, Schaltung und Folgeblätter bis T1739/11; Philips Miniwatt, EE50, acht Daten-, Schaltungs-, Anschluss-, Maß- und Kennlinienblätter, 17. Oktober 1939.

Roehrenbilder

Sockelbelegung und Anschluesse

Sockel: Loctal 9-pin (B9G) (9 pin)

PinFunktion
1h
2k2
3a
4g2
5m
6k1
7g1
8m
9h
Technische Hinweise
  • The B9G base and the all-glass construction with aluminium shield was developed for this tube to achieve short electrical paths and low capacitance.

Elektrische Daten

Heizung

Heizspannung Vh
6.3 V
Heizstrom Ih
0.3 A

Datenblatt PDF

PDF Sprache Seiten Hersteller
EE50.pdf en 11 Mullard Radio Company Australia Ltd.
EE50.pdf de / en / fr 8 Philips

EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34

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