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HL90: Datenblaetter und technische Daten
Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre HL90.
Die HL90 ist eine Miniatur-Audioendstufenröhre, die Lorenz als Pentode zur Niederfrequenz-Endverstärkung beschreibt; andere Archivtexte ordnen sie als Strahlbündeltetrode ein. Das technische Dokument beschreibt unmittelbar Endstufenbetrieb und Arbeitsbedingungen. Die Oxidkathode ist indirekt geheizt, die Heizung für Serienbetrieb vorgesehen: Nennstrom 150 mA, etwa 19 V und höchstzulässige Stromabweichung ±6 %. Die Sekundärbeschreibung nennt 18,9 V, passend zum ungefähren Blattwert. Das Datenblatt ist auf den 1. Dezember 1953 datiert, ohne dieses Datum als Einführungsjahr zu behandeln.
Vier Endstufenbeispiele zeigen Änderungen von Leistung und Last. Bei 100 V Anode und Schirmgitter, −6 V Steuergitter, 12,5 mA Anoden- und 1,7 mA Schirmgitterstrom ergeben 7 kΩ Last 0,5 W und 6 kΩ 0,43 W, jeweils bei 10 % Klirrfaktor. Bei 200 V Anode und Schirmgitter, −11,5 V Gitter, 30 und 5,75 mA sowie 6 kΩ Last beträgt die Ausgangsleistung 2,7 W bei 10 %; mit −12 V, 28 und 5,6 mA und 5 kΩ werden 3 W bei gleichem Klirrfaktor erreicht. Effektive Ansteuerspannungen sind entsprechend 3,8, 3,8, 8 und 8,5 V. Diese Leistungen gelten für konkrete Bedingungen, getrennt von den 12 W maximaler Anodenverlustleistung.
Der getrennte statische Messpunkt verwendet 250 V Anode und Schirmgitter, −12,5 V Gitter, 45 mA Anodenstrom, 4,5 mA Schirmgitterstrom und 4,1 mA/V Steilheit. Höchstwerte sind 250 V Anode und Schirmgitter im Betrieb, 550 V für beide kalt, 12 W Anodenverlustleistung, 2 W Schirmgitterverlustleistung und 56 mA Kathodenstrom. Heizung–Kathode ist auf 150 V Gleichspannung oder Wechselspannungs-Effektivwert begrenzt, der äußere Widerstand zwischen ihnen auf 5 kΩ und der Gitterableitwiderstand auf 0,5 MΩ. Kaltkapazitäten sind 7,6 pF Eingang, 6 pF Ausgang und unter 0,35 pF Gitter–Anode. Anodenkennlinien bei 100 und 200 V Schirmgitter sowie Diagramme für Klirrfaktor, Ansteuerung und Ströme über Ausgangsleistung ergänzen die Tabelle.
Lorenz fordert, beide Steuergitteranschlüsse der Fassung mit der Gitterleitung zu verbinden. Außerdem soll Heizanschluss h2 vorzugsweise geerdet werden oder das niedrigste Potential gegen Erde beziehungsweise Chassis erhalten. Bei halbautomatischer Vorspannungserzeugung muss der Gitterableitwiderstand im Verhältnis von HL90-Kathodenstrom zu Gesamtstrom verringert werden. Diese Hinweise gehören neben den Grenzwerten zu den Anwendungsbedingungen. Der Siebenstiftkolben hat höchstens 19 mm Durchmesser, 60,3 mm Höhe ohne Stifte und 66,7 mm insgesamt, bei etwa 10 g Gewicht. Das erhaltene Foto zeigt ein Lorenz-Exemplar; es ersetzt die Datenblattvorgaben nicht durch eine allgemeine Handelsäquivalenz.
Roehrenbilder
Sockelbelegung und Anschluesse
Sockel: B7G - Miniatur-7-Pin-Base , USA 1940
Elektrische Daten
Heizung
- Heizspannung Vh
- 18.9 V
- Heizstrom Ih
- 0.15 A
Datenblatt PDF
EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34
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