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KT61: Datenblaetter und technische Daten

Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre KT61.

1 PDF-Datenblaetter verfuegbar

Die KT61 ist eine Strahlbündel-Leistungstetrode der M-OV-Familie, die als Audio-Endröhre eingesetzt und unter den Marken Marconi und Osram angeboten wurde. Historische Quellen datieren ihre Einführung auf 1939 und betonen ihre hohe Empfindlichkeit: Sie eignete sich für preiswerte Rundfunkempfänger, bei denen mit geringer Vorverstärkung die gewünschte Ausgangsleistung erreicht werden sollte. Die Radiotron-Unterlagen erläutern genau diese Eigenschaft und beschreiben sie als Endtetrode hoher Steilheit. Der Empfindlichkeitsvorteil erfordert jedoch Aufmerksamkeit hinsichtlich Mikrofonie: Der Artikel rät normalerweise vom Einsatz in Verstärkern ab, deren Audioverstärkung bereits über 80 dB liegt.

Die KT61 ist indirekt geheizt und benötigt 6,3 V Wechsel- oder Gleichspannung bei ungefähr 0,95 A Stromaufnahme. Ihr Sockel ist octal; bei der von Radiotron beschriebenen Ausführung fehlt Stift 6. Kontakt 1 ist unbeschaltet, 2 und 7 versorgen die Heizung, 3 ist die Anode, 4 das Schirmgitter, 5 das Steuergitter und 8 die Kathode. Im Beispiel einer einzelnen Röhre in Klasse A mit Anode und Schirmgitter an 250 V werden 40 mA Anodenstrom, 7,5 mA Schirmgitterstrom und ein Widerstand von 90 Ω für automatische Vorspannung angegeben. Die Steilheit beträgt unter den genannten Messbedingungen 10,5 mA/V. Mit 6 kΩ Anodenlast und einem Gittersignal von 4,3 V Spitze, etwa 3 V effektiv, nennt die Tabelle 4,3 W Ausgangsleistung bei 8 % Verzerrung.

Der Artikel zeigt eine Schaltung, in der vor der KT61 eine Triode oder eine Dioden-Triodenröhre eingesetzt wird, und nennt die 6AV6. Für diese Kombination genügt laut Artikel ein Eingangssignal von etwa 0,1 V Spitze zur vollen Ausgangsleistung: Das ist die Empfindlichkeit der gesamten Schaltung, nicht der Endröhre allein. Anschließend wird eine Gegenkopplung gezeigt, die Empfindlichkeit und Verzerrung verringert und den Frequenzgang an der induktiven Lautsprecherlast gleichmäßiger macht. Die Kurven zeigen eine Verringerung der Bassresonanz und des Leistungsanstiegs bei höheren Frequenzen. Eine interessante Anmerkung betrifft einfache Überlagerungsempfänger: Ein flacherer Frequenzgang der Endstufe kann eine Kompensation der durch die Zwischenfrequenzstufe verursachten Abschwächung höherer Audiofrequenzen an anderer Stelle sinnvoll machen.

Für höhere Leistung schlagen die Unterlagen zwei KT61 in Gegentaktschaltung vor. In Tetrodenverbindung, mit Anode und Schirmgitter an 250 V, einer Anode-zu-Anode-Last von 10 kΩ und einem gemeinsamen Vorspannungswiderstand von 90 Ω, liefert das Beispiel 8,6 W bei 4 % Verzerrung. Ein zweites Beispiel erhöht die Spannung auf 275 V und verwendet einen gemeinsamen Widerstand von 80 Ω bei unveränderter Last von 10 kΩ: Angegeben werden 11,5 W bei 6,5 % Verzerrung. Der Artikel weist auf den Anstieg des Schirmgitterstroms bei maximalem Signal hin. Auch Gegentaktbetrieb in Triodenschaltung wird beschrieben: Bei 350 V, 6 kΩ Anode-zu-Anode-Last und 150 Ω gemeinsamem Widerstand werden 6 W bei 2 % Verzerrung genannt. Diese Ergebnisse gelten für die angegebenen Schaltungen und Bedingungen.

Die Anwendungshinweise empfehlen wegen der hohen Steilheit der KT61 automatische Vorspannung sowie Stoppwiderstände in den Gitterkreisen zur Begrenzung parasitärer Schwingungen. Der Artikel begrenzt außerdem den Widerstand zwischen Steuergitter und Kathode auf 0,5 MΩ und erklärt, dass das Schirmgitter nicht gespeist werden darf, wenn die Anode von der Hochspannungsversorgung getrennt ist. Für den Gegentaktbetrieb in Triodenschaltung betont er den Kondensator zur Überbrückung des Vorspannungswiderstands: Sein Weglassen erhöht die Verzerrung in der vorgestellten Schaltung deutlich. Die ausführlichen Beispiele machen die KT61 auch für das Studium von Radio- und Verstärkerschaltungen interessant: Die Wahl zwischen Einzelröhre, Gegentaktpaar und Triodenschaltung verändert Empfindlichkeit, verfügbare Leistung und Verzerrung gleichzeitig.

Roehrenbilder

Sockelbelegung und Anschluesse

Sockel: K8A - Octal (Int.Octal, IO) , USA 1935 (8 pin)

PinFunktion
1m
2h
3a
4g2
5g1
6nc
7h
8k

Datenblatt PDF

PDF Sprache Seiten Hersteller
KT61_Radiotron.pdf en 6 Radiotron

EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34

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