Microwave Electronics

Microwave Electronics

Geschichte und

Technik

Herstellergeschichte und Archivmaterial

Eckdaten

Vollständiger NameMicrowave Electronics Corporation
GründerStanley F. Kaisel
GründungsortPalo Alto, California
TypHersteller
BereicheElektronenröhren
Zugeordnete Röhren104

Geschichte

Microwave Electronics Corporation, MEC, wurde Anfang 1959 von Stanley F. Kaisel in Palo Alto zur Entwicklung und Fertigung breitbandiger Metall-Keramik-Wanderfeldröhren, TWT, gegründet. Die erste Anschrift war 4061 Transport Street, später 3165 Porter Drive im Stanford Industrial Park. 1964 wurde Sylvanias Hochleistungs-TWT-Linie übernommen, 1965 trat das Unternehmen Teledyne bei. 1984 eröffnete Teledyne MEC in Rancho Cordova ein Werk mit 75.000 Quadratfuß Fläche.

TWT verstärken Mikrowellensignale für Messgeräte, Radar, Kommunikation, Verteidigung und Raumfahrtsysteme. Frühe Programme umfassten rauscharme Röhren kleiner Leistung in S-, C-, X- und Ku-Bändern, X-Band-Verstärker mit 10 W Dauerleistung und einen 40-GHz-Frequenzvervielfacher. Das spätere Teledyne-Programm reichte von UHF bis Ka mit bis zu 200 W Dauer- und 1 kW Impulsleistung; diese Werte gehören zu einer später erweiterten Programmphase.

Konstruktionsmerkmale waren periodische Permanentmagnetfokussierung PPM mit Alnico- oder Ferritmagneten, bei hoher Temperatur evakuierbare Metall-Keramik-Gehäuse und Elektronenkanonen mit ringsum abgestützten Elementen. Netzteile konnten integriert oder getrennt sein. Das Programm unterschied rauscharme Röhren, kleine, mittlere und hohe Leistungen, Miniaturen, komplette Verstärker und Sondertypen: Begrenzer, Phasenschieber, Serrodyne-, Frequenzspeicher- und Augmentor-Röhren. HIPOLON verband Leistung mit geringem Rauschen.

Mikrowellenspeicher verwendeten TWT mit koaxialen oder Hohlleiter-Rückkopplungsschleifen, bei Bedarf als abgestimmte Einheit geliefert. Angeboten wurden auch Halbleiternetzteile und Impulsgeneratoren, Festkörper-Verzögerungsbauteile sowie ein S-Band-Maser mit geschlossenem Kühlkreislauf. Diese Bauteile hatten unterschiedliche Funktionen und waren nicht sämtlich Wanderfeldröhren. Die Übersicht vom 15. August 1960 trennte ausdrücklich Entwicklungstypen von Produktionsröhren.

Die Entwicklung berücksichtigte von Beginn an Fertigungswerkzeuge und Verfahren: mehrere Muster ermöglichten gemeinsame Prüfung elektrischer Parameter, Materialien und Prozesse vor der Serie. Die Werkstatt fertigte Werkzeuge und Formen und besaß Helixwickel- und Montagemaschinen. Chemisch gereinigte und vakuumbehandelte Teile wurden in gefilterter Luft montiert; Kathodensprühen erfolgte in einer eigenen Kabine. Öfen mit kontrollierter Atmosphäre, Wasserstoffglocken und Vakuum-Induktionsheizung ergänzten die Bearbeitung. Ion- und Öldiffusionspumpen sowie Hochtemperaturausheizen dienten der Evakuierung; Entwicklungs- und Serienprüfung waren getrennt.

Präsident und technischer Direktor Kaisel brachte Erfahrung von Litton, dem Stanford Electronics Research Laboratory, RCA in Princeton und Harvards Kriegs-Radioforschung mit; er studierte an Washington University und Stanford. Die Nähe zu Stanford förderte Beratung und Hochschulbeteiligung. Zur Leitung gehörten Produktionsleiter Arthur L. Webb, zuvor Litton und Hughes; Geschäftsleiter Robert O. Dehlendorf, zuvor Kimball-Schatzmeister; stellvertretender technischer Direktor Fred M. Schumacher, zuvor General Electric; und leitender Ingenieur William J. Fleig, zuvor Huggins, Bell und Sperry. Weldon Fitts leitete die Montage, Alfred Maccan die Werkstatt, beide von Litton.

Dem Verwaltungsrat gehörten Vorsitzender Hugh W. Jamieson, Kaisel, Robert C. Hill, David H. Holmes, John J. Pascoe, Keith Petty und William R. Rambo an, Stanford-Professor und Leiter der Elektroniklabore; L. Farrell McGhie aus der Ingenieurfakultät beriet den Rat. Hinzu kamen Moses C. Long für Vertrieb und Marketing mit Hughes- und Office-of-Naval-Research-Erfahrung, Mikrowellenröhrenentwickler William E. Waters vom Diamond Ordnance Fuse Laboratory und National Bureau of Standards sowie Robert W. DeGrasse, zuvor an Bell-Laboratories-Masern und Forschungen des Jet Propulsion Laboratory und Stanford beteiligt.

Elektronenröhren

Zugehörige Röhren 104

M2102CM2102GM2105HM2105JM2106GM2106IM2106JM2111BM2116CM2201AM2201BAM2201BBM2201CM2201EM2201HM2201KM2201LM2201MM2203EM2204AEM2204AFM2204AGM2204BM2204E

Die ersten 24 Bezeichnungen in alphabetischer Reihenfolge.

Zeitleiste

1959

Anfang 1959: Gründung von MEC in Palo Alto

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1960

15. August: Trennung von Entwicklungs- und Produktionsprogramm

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1964

Übernahme der Sylvania-Hochleistungs-TWT-Linie

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1965

Eintritt in die Teledyne-Gruppe

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1984

Eröffnung des Werks Rancho Cordova

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