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KDD1: Datenblaetter und technische Daten
Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre KDD1.
Die KDD1 enthält zwei Endtrioden in einem Glaskolben und ist für Gegentakt-Audioendstufen der Klasse B in Batterieempfängern vorgesehen. Sie wird direkt geheizt; der Heizfaden benötigt 2 V bei etwa 0,22 A. Der Sockel ist der europäische Seitenkontakttyp P8A. Die Philips-Unterlagen von 1937 beschreiben sie als modernere Konstruktion gegenüber der B240, deren Gitter den vom Treiber benötigten Strom verringert. Die erhaltenen Originalkennlinien umfassen ein Blatt vom 18. März 1936 und weitere vom 26. Januar 1938. Sie dokumentieren die Entwicklung der technischen Unterlagen dieser Endröhre in den dreißiger Jahren.
Eine Besonderheit der KDD1 ist der Betrieb ohne negative Gittervorspannung. Bei 135 V Anodenspannung und null Volt an den Gittern beträgt der Ruhestrom nur 1,5 mA je Triode, zusammen 3 mA. Er steigt mit dem Signal, sodass die mittlere Belastung der Anodenbatterie deutlich unter dem Wert bei voller Leistung bleiben kann. Während fast des gesamten Signalzyklus fließt Gitterstrom; das englische Datenblatt erläutert, dass dies plötzliche Stromstöße in der Transformatorsekundärwicklung vermeidet, die besonders hörbare höhere Harmonische erzeugen würden. Der Treiber muss den Gittern jedoch Energie zuführen. Philips schließt deshalb eine einfache Widerstandskopplung aus und empfiehlt eine KC3 mit einem Zwischenübertrager im Verhältnis 2 : (1 + 1) sowie einer Last von 10 kΩ zwischen den beiden KDD1-Anoden.
Mit dieser Schaltung liefert der tabellierte Betriebspunkt bei 135 V eine Ausgangsleistung von 2 W bei 10 % Gesamtverzerrung. Das englische Blatt nennt 1,9 V effektiv am KC3-Gitter und 14 mA je Anode bei voller Aussteuerung; das deutsche Blatt nennt 1,8 V und 15 mA. Bei 90 V geben beide Tabellen etwa 0,72 W, 0,8 mA Ruhestrom je System und 8,5 mA je System bei voller Aussteuerung an. Der englische Text erwähnt außerdem 2,2 W mit einem geeigneten Treiber; seine Tabelle zeigt die Änderungen von Leistung und Verzerrung bei unterschiedlichen Übertragerverhältnissen und Lasten. Der höhere Wert muss daher an seine Prüfbedingungen gebunden bleiben. Kennlinien mit einer KBC1 als Treiber zeigen ebenfalls den Einfluss der Vorstufe. Für jede Triode gelten als angegebene Grenzwerte 150 V Anodenspannung, 20 mA mittlerer Anodenstrom und 0,35 W Anodenverlustleistung ohne Signal, bis zu 1,5 W bei der vorgesehenen maximalen Aussteuerung. Dokumentarische Quellen: Philips Miniwatt, KDD1 Klasse-B-Endröhre, 1937, S. 23–24; KDD1 Class B output valve, S. 206–209; Philips Miniwatt, KDD1 Duo-Triode, Kennlinien von 1936 und 1938.
Roehrenbilder
Sockelbelegung und Anschluesse
Sockel: P8A - Europe side contact (Au P, 8SC) (Codex=So)
Elektrische Daten
Heizung
- Heizspannung Vh
- 2 V
- Heizstrom Ih
- 0.22 A
Datenblatt PDF
EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34
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