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UBL21: Datenblaetter und technische Daten
Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre UBL21.
Die UBL21 vereinigt zwei Dioden und eine NF-Endpentode mit gemeinsamer Kathode. Sie wurde für Allstromempfänger mit einer 100-mA-Heizkette entwickelt: Die indirekte Heizung benötigt 55 V bei 0,1 A, entsprechend 5,5 W. Bereits das Philips-Miniwatt-Blatt vom 7. Februar 1941 dokumentiert Daten und Kennlinien. Tesla nennt 1955 außerdem Verstärker sowie Schalt- und Regelgeräte. Der achtpolige Sockel besitzt einen zentralen Führungsstift und wird von Philips als Loctal bezeichnet; sämtliche Anschlüsse liegen am Sockel, ohne Kopfanschluss.
Die Dioden dienen der Demodulation und automatischen Lautstärkeregelung: Das Blatt von 1941 ordnet d2 dem Empfangsgleichrichter und d1 der Regelung oder anderen Aufgaben zu. Philips platziert die kleinen Diodenanoden unten an gegenüberliegenden Kathodenseiten, die Pentode darüber. Die Steuergitterverbindung ist gegen Dioden und deren Leitungen abgeschirmt. Kontaktanordnung und zentraler Stift trennen den Detektor zusätzlich vom Heizkreis. Das Handbuch behandelt ausdrücklich eine NF-Zwischenstufe zwischen Diode und Endröhre: Der Richtwert einer 60-fachen Verstärkung bezieht sich auf zulässigen Brumm, nicht auf die Eigenverstärkung der Pentode. Eine Fußnote erlaubt höhere Werte bei geringeren Brummanforderungen.
Die Klasse-A-Arbeitspunkte von Philips und Tesla verwenden jeweils gleiche Anoden- und Schirmgitterspannungen von 100, 180 oder 200 V. Kathodenwiderstände sind 140, 140 und 200 Ω, Vorspannungen −5,3, −10 und −13 V, Anodenströme 32,5, 61 und 55 mA. Lasten von 3, 3 und 3,5 kΩ ergeben 1,35, 4,8 und 4,8 W bei 10% Verzerrung, mit 3,8, 6,2 und 6,2 V effektiver Gitterspannung. Die Steilheit beträgt 7,5, 9 und 8 mA/V, der Innenwiderstand 25, 22 und 25 kΩ. Die Handbuchbezeichnung als 11-W-Pentode meint die zulässige Anodenverlustleistung, nicht elf Watt NF-Ausgangsleistung.
Die Handbücher erläutern einen Kompromiss zwischen den Prinzipien der Endröhren CL4 und CL6. Die UBL21 soll bei niedriger Spannung brauchbare Leistung liefern, ohne im höheren Betriebsbereich eine andere Schirmgitterversorgung zu benötigen. In den Beispielen mit 100 und 180 V bleiben der Kathodenwiderstand von 140 Ω und die Last von 3 kΩ gleich. Der Text bezieht diese Arbeitspunkte auf Empfänger für 110/127- und 220-V-Netze und berücksichtigt Spannungsabfälle in Versorgung und Vorspannung: Netzspannung ist keine Elektrodenspannung. Auch ein Klasse-AB-Paar ist angegeben: Bei 200 V an Anoden und Schirmgittern, angegebenem Kathodenwiderstand 116 Ω und 4 kΩ Anoden-Anoden-Last werden insgesamt 12,5 W bei 3,9% Verzerrung und laut Tabelle 12 V effektiver Ansteuerung erreicht.
Zu den Pentodengrenzen gehören 250 V Anoden- und Schirmgitterspannung im Betrieb, 550 V im kalten Zustand, 11 W Anodenverlustleistung, 75 mA Kathodenstrom und 1 MΩ im Gitterkreis. Das Schirmgitter ist auf 1,9 W ohne Signal und 3,5 W bei voller Ausgangsleistung begrenzt. Die höchste Heizfaden-Kathoden-Spannung beträgt nach den Definitionen des Dokuments 150 V. Auch Diodengrenzen sind ausgabenspezifisch: Handbücher sowie Blätter von 1941 und 1949 nennen 200 V Scheitelwert und 0,8 mA; die Philips-Revision vom 12. Dezember 1953 dagegen 350 V Spitzensperrspannung, 0,8 mA und 5 mA Spitzenstrom. Spätere Grenzen dürfen nicht unterschiedslos auf jedes Exemplar übertragen werden.
Die Anwendungsvorschriften verlangen automatische Vorspannung durch Kathodenwiderstand. Halbautomatische Vorspannung ist nur erlaubt, wenn der Kathodenstrom der UBL21 mehr als die Hälfte des Gesamtstroms im vorspannungserzeugenden Widerstand ausmacht; der Gitterableitwiderstand ist entsprechend zu verkleinern. Das niederländische Handbuch empfiehlt kurze Leitungen und einen Dämpfungswiderstand, beispielsweise 1 kΩ, in Reihe zum Gitter, nahe dessen Anschluss und ohne kapazitive Überbrückung, gegen die durch hohe Steilheit begünstigten parasitären Schwingungen. Maßnahmen gegen Brumm und Instabilität gehören zum Entwurf: Mehrere Funktionen in einem Kolben erfordern weiterhin eine sorgfältige elektrische Trennung.
Roehrenbilder
Sockelbelegung und Anschluesse
Sockel: B8B - Loctal-8, B8G (Sylvania, 1938) (Codex=Wa) (8 pin)
| Pin | Funktion |
|---|---|
| 1 | h |
| 2 | a |
| 3 | g1 |
| 4 | g2 |
| 5 | a(d2) |
| 6 | a(d1) |
| 7 | k |
| 8 | h |
Elektrische Daten
Heizung
- Heizspannung Vh
- 55 V
- Heizstrom Ih
- 0.1 A
Datenblatt PDF
EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34
So verwenden Sie das Ventillager
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Datenblatt PDF und häufige Suchen
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