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UF89: Datenblaetter und technische Daten
Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre UF89.
Die UF89 ist eine Regelpentode für die Verstärkung von Hoch- und Zwischenfrequenzsignalen. Philips beschreibt sie als indirekt geheizte Röhre mit neunpoligem Noval-Sockel. Kennzeichnend ist, dass ihre Steilheit bei stärker negativer Steuergitterspannung sinkt: Die Schaltung kann dadurch die Verstärkung bei zunehmender Stärke des Empfangssignals verringern. Das eignet sich für Stufen mit automatischer Verstärkungsregelung, die Signale sehr unterschiedlicher Stärke verarbeiten müssen, ohne stets mit höchster Verstärkung zu arbeiten.
Die Heizung benötigt 12,6 V bei 100 mA; die Datenblätter sehen sie für eine mit Wechsel- oder Gleichstrom betriebene Reihenschaltung vor. Im Anschlussbild hat das Bremsgitter einen eigenen Stift, während zwei Kontakte der inneren Abschirmung zugeordnet sind. Bei einer Restaurierung sind diese Einzelheiten wichtig: Vor dem Einsatz einer UF89 in einer vorhandenen Stufe müssen sowohl der Strom der Heizkette als auch die tatsächlichen Sockelanschlüsse geprüft werden, statt sie allein aus der Zugehörigkeit zur Pentodenfamilie abzuleiten.
Ein Philips-Beispiel verdeutlicht die Änderung der Steilheit. Bei 170 V Versorgung, einem 15-kΩ-Widerstand zur Schirmgitterversorgung und einem Kathodenwiderstand von 130 Ω entsprechen −1,95 V Steuergittervorspannung etwa 11 mA Anodenstrom und 3,8 mA/V Steilheit. Wird die Vorspannung auf −20 V erhöht, sinkt die angegebene Steilheit auf 0,11 mA/V. Diese Zahlen gelten für genau diese Schaltung und Bedingungen; sie lassen sich nicht unterschiedslos jedem Empfänger zuordnen. Die veröffentlichten Kennlinien zeigen während dieser Regelung auch Änderungen von Strom und Innenwiderstand.
Die NF-Beispiele zeigen einen weniger naheliegenden Einsatz dieser Pentode: In der Philips-Tabelle ergeben 170 V Versorgung, 220 kΩ Anodenlast, 620 kΩ Schirmgitterwiderstand, 1,8 kΩ Kathodenwiderstand und jeweils 1 MΩ Gitterwiderstand für UF89 und Folgestufe eine Verstärkung von 95; bei 5 V effektiver Ausgangsspannung ist 0,4% Klirrfaktor angegeben. Das ist das Ergebnis dieser RC-Schaltung und von der Röhrensteilheit zu unterscheiden. Philips nennt als Grenzwerte 250 V Anodenbetriebsspannung, 2,25 W Anodenverlustleistung, 0,45 W Schirmgitterverlustleistung, 16,5 mA Kathodenstrom und 150 V Heizfaden-Kathoden-Spannung. Als konstruktives Detail von Mullard-Exemplaren wird eine Anode aus zwei kleinen, an den Enden verbundenen Platten beschrieben; durch die netzartige Abschirmung lassen sich die drei Gitter erkennen.
Philips nennt für die Kapazität zwischen Steuergitter und Anode höchstens 0,002 pF, einen für Hochfrequenzanwendungen wichtigen Wert. Die Blätter enthalten außerdem Beispiele für Niederfrequenzverstärkung; der Haupteinsatz umfasst also nicht alle dokumentierten Schaltungen. Eine Philips-Anmerkung warnt bei einem ihrer typischen Arbeitspunkte vor möglichem Gitterstrom und empfiehlt mindestens −1,5 V Vorspannung, falls dieser Strom nicht zulässig ist. Sie erinnert daran, Zahlen zusammen mit ihren Bedingungen zu lesen, besonders beim Nachbau einer Schaltung. Die geprüften Unterlagen enthalten Philips-Blätter aus den Jahren 1954–1955 und spätere Blätter sowie ein Mazda-Belvu-Blatt; diese Daten bezeichnen technische Ausgaben und belegen für sich allein nicht das erste Produktionsjahr. Dokumentarische Quellen: Philips-Blätter und Kennlinien zur UF89 sowie das Mazda-Belvu-Datenblatt zur UF89.
Roehrenbilder
Sockelbelegung und Anschluesse
Sockel: Noval (B9A) (9 pin)
| Pin | Funktion |
|---|---|
| 1 | s |
| 2 | g1 |
| 3 | k |
| 4 | h |
| 5 | h |
| 6 | s |
| 7 | a |
| 8 | g2 |
| 9 | g3 |
Elektrische Daten
Heizung
- Heizspannung Vh
- 12.6 V
- Heizstrom Ih
- 0.1 A
Datenblatt PDF
EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34
So verwenden Sie das Ventillager
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Datenblatt PDF und häufige Suchen
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