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UY1N: Datenblaetter und technische Daten
Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre UY1N.
Die UY1N ist eine indirekt geheizte Hochvakuum-Einweggleichrichterröhre. Philips und Tesla sehen sie für Allstromempfänger mit in Reihe geschalteten Heizungen vor. Sie gewinnt die Gleichstromversorgung des Geräts aus einer Halbwelle der Netzspannung. Philips hebt ihren niedrigen Innenwiderstand hervor, der den Spannungsabfall bei Empfängern an Netzen von etwa 100–110 V begrenzt. Auch bei einem Einweggleichrichter müssen Siebkondensator, Schutzwiderstand und Ausgangsstrom gemeinsam ausgelegt werden.
Die Heizung ist mit 50 V und 100 mA für die vorgesehene Serienheizkette angegeben. Die Röhre besitzt einen achtpoligen Oktalsockel: Philips-Zeichnungen ordnen die Heizung den Stiften 1 und 8, die Anode Stift 3 und die Kathode Stift 7 zu. Im Philips-Handbuch steht auch die Schreibweise UY1(N): Es nennt sie eine neue Ausführung der UY1 und erklärt, dass sie sich von der UY21 durch den Sockel unterscheidet. Bei der Wartung ersetzt diese Verwandtschaft nicht die Prüfung von Anschlussbelegung und Strom im tatsächlichen Gerät.
Philips nennt als Grenzwerte 250 V effektive Wechselspannung an der Anode, 140 mA Gleichstromausgang, höchstens 60 µF am Eingang des Siebfilters und 500 V Spitzenspannung zwischen Heizung und Kathode. Die 140 mA des gleichgerichteten Ausgangs sind nicht mit dem Heizstrom von 100 mA zu verwechseln. Das Tesla-Blatt nennt ebenfalls 250 V effektiv und 140 mA, gibt jedoch 550 V zwischen Kathode und Heizung, 700 V Spitzensperrspannung und 2,5 W Anodenverlustleistung an: Diese letzten Werte stammen aus der Tesla-Ausgabe und nicht aus dem Philips-Blatt.
Das Tesla-Blatt nennt außerdem 40 Sekunden Aufheizzeit. Beschreibungen erhaltener Exemplare zeigen eine aus zwei Platten gebildete Anode mit X-förmigem Querschnitt und der röhrenförmigen Kathode in der Mitte; ein Mullard-Exemplar mit der Aufschrift UY1(N) hat eine geschwärzte Anode. Philips-Kennlinien unterscheiden gleichgerichtete Spannung und Spannung nach dem Filter, mit 32 µF und unterschiedlichen Widerständen für 110- und 220-V-Netze. Die verfügbare Gleichspannung hängt somit neben der Netzspannung auch von Last und Filter ab.
Zum Schutz der Röhre vor Ladestromspitzen des Kondensators verlangt Philips einen Widerstand im Anodenkreis und tabelliert dessen Mindestwert nach Netzspannung und Kapazität. Bei bis zu 250 V Netzspannung sind mindestens 175 Ω für 60 µF, 125 Ω für 32 µF und 75 Ω für 16 µF vorgesehen; bei bis zu 170 V und 60 µF sind es 100 Ω. Die Grenze von 60 µF bedeutet also nicht, dass ein solcher Kondensator ohne Prüfung des Serienwiderstands eingesetzt werden darf. Quellen: Philips-Blätter und Handbuch UY1(N)/UY1N; Tesla-Blatt UY1N.
Roehrenbilder
Sockelbelegung und Anschluesse
Sockel: International Octal (K8A) (8 pin)
| Pin | Funktion |
|---|---|
| 1 | h |
| 2 | nc |
| 3 | a |
| 4 | nc |
| 5 | ic |
| 6 | nc |
| 7 | k |
| 8 | h |
Elektrische Daten
Heizung
- Heizspannung Vh
- 50 V
- Heizstrom Ih
- 0.1 A
Datenblatt PDF
EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34
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