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EBC81: Datenblaetter und technische Daten

Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre EBC81.

3 PDF-Datenblaetter verfuegbar

Die EBC81 vereint zwei Dioden und eine Triode mit gemeinsamer Kathode in einem Kolben. Die Datenblätter beschreiben sie als Detektor und Niederfrequenz-Spannungsverstärker: Die Dioden können das demodulierte Signal und die Spannung für die automatische Regelung verarbeiten, während die Triode das Tonsignal vor der folgenden Stufe verstärkt. So werden verschiedene Empfängerfunktionen kompakt zusammengefasst, ohne dass die beiden Dioden in jedem Gerät gleich verschaltet sein müssen. Ein Philips-Datenblatt vom 11. November 1954 dokumentiert diesen Aufbau bereits; das ist das Veröffentlichungsdatum des Dokuments und kein Beleg für den Produktionsbeginn.

Die Triode ist für die Tonfrequenz-Spannungsverstärkung ausgelegt. Am von Philips und Mazda-Belvu angegebenen Messpunkt mit 250 V Anodenspannung und −3 V Gitterspannung beträgt der typische Anodenstrom 1,0 mA; die Steilheit liegt bei 1,2 mA/V, der Verstärkungsfaktor bei 70 und der Innenwiderstand bei 58 kΩ. Der Faktor 70 beschreibt die Triode, ist jedoch nicht der automatisch in einem Empfänger erreichte Gewinn. In den vier von Philips veröffentlichten Verstärkerbeispielen, alle mit 250 V Speisung, aber unterschiedlichen Anoden- und Kathodenwiderständen sowie Folgestufenlasten, liegt die Spannungsverstärkung zwischen 43 und 52. Die Schaltungsbedingungen gehören wesentlich zu diesen Ergebnissen.

Ein Philips-Beispiel verwendet 220 kΩ Anodenlast, 1,8 kΩ Kathoden-, 1 MΩ Gitterwiderstand und 680 kΩ Folgelast: Bei 250 V ergeben sich 0,70 mA Anodenstrom, Verstärkung 51 und 0,55% Klirr bei 5 V effektiver Ausgangsspannung beziehungsweise 0,9% bei 10 V. Andere Beispiele lassen den Kathodenwiderstand weg und gewinnen die Vorspannung über 22 MΩ Gitterableitwiderstand; die allgemeine 3-MΩ-Grenze wird nur für dieses Verfahren auf 22 MΩ erweitert. Philips und Mazda-Belvu beschränken die Aussage über entbehrliche besondere Mikrofonievorkehrungen auf Schaltungen mit mindestens 10 mV Eingang für 50 mW Endstufenausgang. Stift 9 ist eine beim Verdrahten zu beachtende interne Verbindung.

Die beiden Dioden haben getrennte Anoden; für jede gelten als Grenzwerte 350 V Spitzensperrspannung, 0,8 mA mittlerer Strom und 5 mA Spitzenstrom. Dies sind Betriebsgrenzen und keine Spannungs- und Stromwerte, die gemeinsam als normaler Arbeitspunkt anzulegen wären. Die Kapazität zwischen den beiden Anoden beträgt höchstens 0,2 pF, die zwischen einer Diodenanode und dem Triodengitter höchstens 0,007 pF. Auch geringe Kopplungen sind in einem empfindlichen Empfänger wichtig: Philips empfiehlt außerdem eine Fassung mit Abschirmkragen, um Kapazitäten zwischen den Röhrenelektroden und äußeren Leitern zu vermindern.

Die indirekte Heizung benötigt 6,3 V bei 0,23 A und kann mit Wechsel- oder Gleichstrom gespeist werden. Der Sockel ist ein neunpoliger Noval-Sockel: Das Datenblatt trennt die Anschlüsse der Triode, der beiden Diodenanoden, der Heizung und des Schirms. Für die Triode nennt Philips als Betriebsgrenzen 300 V Anodenspannung und 0,5 W Anodenverlustleistung; die Grenze der Spannung zwischen Kathode und Heizung beträgt ebenfalls 100 V. Diese Höchstwerte sind vom typischen Messpunkt bei 250 V zu unterscheiden. Dokumentarische Quellen: EBC81-Datenblätter von Philips und Mazda-Belvu.

Roehrenbilder

Sockelbelegung und Anschluesse

Sockel: Noval (B9A) (9 pin)

PinFunktion
1a(t)
2g1
3k
4h
5h
6a(d1)
7s
8a(d2)
9ic
Technische Hinweise
  • Gehört zur Innoval-Familie: frühe Novalröhren mit Glasfritte als Dichtung zwischen Boden und Kolben, eingeführt von Philips Australia.

Elektrische Daten

Heizung

Heizspannung Vh
6.3 V
Heizstrom Ih
0.23 A

Weitere verfuegbare Varianten

Datenblatt PDF

PDF Sprache Seiten Hersteller
EBC81.pdf en 5 Philips
EBC81.pdf fr 3 Mazda
EBC81.pdf de / en / fr 8 Philips

EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34

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