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EC80: Datenblaetter und technische Daten
Sockelbelegung, elektrische Daten und verfuegbare verwandte Typen der Roehre EC80.
Die EC80 ist eine HF-Triode für UHF-Verstärker in Gitterbasisschaltung bis 500 MHz und für Mischschaltungen. Philips nennt Nachrichtentechnik, Richtfunk und Messgeräte sowie Breitbandverstärker und ZF-Stufen hinter Kristallmischern. Ihre Spezialisierung zeigt sich in der Schaltung: Das Signal gelangt an die Kathode, das Gitter ist Eingangs- und Ausgangskreis gemeinsam. Es schirmt dadurch Kathode und Anode gegeneinander ab; Philips führt das günstige Rauschverhalten auch auf das Fehlen des pentodentypischen Stromverteilungsrauschens zurück.
Der Sockel ist neunpolig Noval. Zur Verringerung der Induktivität des gemeinsamen Anschlusses und der Instabilitätsneigung liegt das Gitter an vier Kontakten, die sämtlich zu erden sind. Anode liegt an Stift 9, Kathode an 3 und Heizung an 4 und 5. Auch die Fassung zählt: Die Anwendungsschrift empfiehlt Typ 5908/46 für Dezimeterwellen. Jede Einbaulage ist möglich; bei Stößen oder nicht senkrechter Lage wird eine Halterung empfohlen. Die indirekte Heizung benötigt parallel 6,3 V Gleich- oder Wechselspannung. Philips 1955, die Anwendungsschrift und La Radiotechnique Juli 1956 nennen 0,48 A; Philips 1959 und Dezember 1968 dagegen 0,43 A. Diese Angaben gehören zu unterschiedlichen Ausgaben und behalten ihren jeweiligen Zusammenhang.
Der Datenblatt-Arbeitspunkt verwendet 250 V Anodenspannung, −1,5 V Gitterspannung und 15 mA Anodenstrom, bei 12 mA/V Steilheit und Verstärkungsfaktor 80. Die Anwendungsschrift benutzt einen Kathodenwiderstand von 100 Ω zur automatischen Vorspannung und empfiehlt dies für Stabilität. Bei 300 MHz und 4,5 MHz Bandbreite werden etwa 15 dB Leistungsverstärkung und 8 dB Rauschmaß angegeben. Der Hersteller betont den Zusammenhang zwischen Leistungsverstärkung und Bandbreite im Dezimeterbereich: Die 15 dB sind keine schaltungsunabhängige Spannungsverstärkung.
Die Kapazitäten zeigen den konstruktiven Aufwand: Kalt beträgt Anode–Kathode höchstens 0,075 pF, mit der Heizung auf Kathodenseite 0,08 pF. Zwei tabellierte Eingangskonfigurationen mit unterschiedlicher Zuordnung der Heizung ergeben 5,1 und 9,3 pF; der Ausgang hat 3,4 pF. Grenzwerte sind 300 V Anodenbetriebsspannung, 4 W Anodenverlustleistung, 15 mA Kathodenstrom, 100 V Kathode–Heizung und 0,3 MΩ im Gitterkreis. Die kalten 550 V Anodenspannung sind ein gesonderter Zustand. Philips Dezember 1968 nennt EC80 auch 6Q4 der S.Q.-Reihe, vergoldete Stifte und eine 500-Stunden-Lebensdauerprüfung an Fertigungsstichproben: ein Prüfverfahren, keine Zusage einer auf 500 Stunden begrenzten individuellen Lebensdauer.
Ein besonders interessantes Philips-Beispiel ist der HF-Teil eines Empfängers für 300–400 MHz. Er enthält zwei EC80 in Gitterbasisschaltung als Verstärker und Mischer sowie eine EC81 als Lokaloszillator. Die wirklichen Abstimmkreise sind Koaxialleitungen mit beweglichen Kurzschlussschiebern statt der normalen Spulen-Kondensator-Kreise im vereinfachten Schaltbild. Zwei Knöpfe bewegen die Schieber über Zahnstange und Ritzel. Für dieses Beispiel werden 5 MHz Bandbreite, etwa 12 dB HF-Stufenverstärkung und etwa 8 dB Rauschmaß angegeben.
Im Mischer dieses Empfängers gelangen sowohl das verstärkte Antennensignal als auch das Oszillatorsignal an die Kathode der zweiten EC80. Die EC81 arbeitet als Colpitts-Oszillator mit ihren Elektrodenkapazitäten; beschrieben ist auch die Stufenanpassung durch Koppelkondensator und Eingangskapazität der nächsten Röhre. Sogar die Länge der Antennenleitung trägt zur Eingangsanpassung bei. Diese Einzelheiten erklären die EC80: eine kleine Radioröhre, deren UHF-Leistung neben den statischen Triodendaten vom gesamten Aufbau, den Verbindungen und den abgestimmten Leitungen abhängt.
Roehrenbilder
Sockelbelegung und Anschluesse
Sockel: B9A - Noval, 9 pin miniature (USA pico-9)
Elektrische Daten
Heizung
- Heizspannung Vh
- 6.3 V
- Heizstrom Ih
- 0.43 A
Datenblatt PDF
EL84 ECC83 12AX7 EL34 6L6GC 300B KT88 GZ34
So verwenden Sie das Ventillager
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Datenblatt PDF und häufige Suchen
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